Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) betrifft in Deutschland etwa 19,5 Millionen Menschen. Bei rund einem Viertel der Betroffenen entwickelt sich daraus eine metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH), die mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Entstehung einer Leberfibrose bis hin zur Leberzirrhose verbunden ist. Als entscheidender prognostischer Faktor gilt hierbei der Grad der Leberfibrose. Der Goldstandard zur Bestimmung des Fibrosegrades ist weiterhin die histologische Beurteilung einer Leberbiopsie.

Als nicht-invasive Methode zur Abschätzung des Fibrosegrades hat sich der laborbasierte FIB-4-Score etabliert. Dieser zeichnet sich durch eine hohe Sensitivität, jedoch eine begrenzte Spezifität aus. Zur Reduktion falsch-positiver Ergebnisse wurde unter anderem der digitale Biomarker ADAPT ergänzend zur Elastographie (FibroScan) in die Leitlinien* aufgenommen. Der ADAPT-Score weist eine hohe Spezifität auf.

Für die Berechnung des ADAPT-Scores wird neben dem Alter, der Thrombozytenzahl sowie der Angabe, ob ein „Diabetes mellitus Typ 2“ vorliegt, die Serumkonzentration von PRO-C3 benötigt. Die Bestimmung von PRO-C3 einschließlich Berechnung und Interpretation des ADAPT-Scores bieten wir Ihnen ab sofort an.

Wir empfehlen die Bestimmung von PRO-C3 und die Berechnung des ADAPT-Scores insbesondere bei einem FIB-4-Score im Graubereich: zwischen 1,3 und 2,67 für Patienten <= 65 Jahre, zwischen 2,0 und 2,67 für Patienten > 65 Jahre. Im Sinne einer Stufendiagnostik können Sie die PRO-C3-Bestimmung bereits initial gemeinsam mit der Berechnung des FIB-4-Scores beauftragen oder diese nach Vorliegen des FIB-4-Ergebnisses gezielt nachfordern (Nachforderung aus der Serumprobe bis zu 5 Tage nach Blutabnahme möglich).

Die Bestimmung ist sowohl Kassen- als auch Privatleistung.